Skizze Abschlussprojekt

Da mir leider keine guten Ideen mehr kommen (vielleicht, weil in meinem Kopf schon Hausarbeitsthemen herumspuken, die ziemlich medienfern sind), wird mein Abschlussprojekt für dieses Seminar nicht besonders spektakulär werden.

Geplant sind jeweils kurze Videoclips zu drei Thesen aus McLuhans Understanding Media:

  • die unscharfe Abgrenzung des Medienbegriffes
  • das Medium als Prothese
  • die Verliebtheit in das Medium als narzisstische Selbstliebe

sowie drei entsprechende Clips zur entsprechenden Gegenposition. Dabei wird es wohl auf eine recht frei assoziierte Motivauswahl hinauslaufen.

Der digitale Aspekt  des Projektes wird darin bestehen, dass das Videomaterial in eine Website (bzw. in das Blog) eingebettet wird und der Nutzer per Mausklick die entprechenden Videosquenzen anwählen kann, die als Menu um die runde zentrale Abspielfläche angeordnet werden.

Weitere grafische Features, etwa eine Verknüpfung mit dynamischen typografischen Elementen, werden eventuell auch noch hinzukommen (abhängig von meiner sonstigen Auslastung).

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Kontext & Hype oder „I care because you do“

In Zeiten in denen man ausgehen kann das jeder mit einer Handvoll Keystrokes das gesamte menschliche Wissen im Internet abfragen kann, darf man annehmen das ein Nutzer sich über alles informieren will. (?)

Ein Nutzer sollte Hintergrundinformationen recherchieren können um Sachen im Kontext sehen zu können. (?)

Ein Nutzer sollte relevante Meinungen aussortieren können. (?)

Ein Nutzer sollte immer up-to-date sein. (?)

Der erste und/oder lauteste hat recht.

 

Literatur & Text

Zumindest bei der Literatur die ich lese wird (noch) nicht ge-Hyperlinked. Man kann alles etwas langsamer angehen und sein eigenes Tempo festlegen. Ich erwarte das alle Informationen im mir vorliegenden Text gegeben sind und im Rahmen des vom Autor erschaffenen Kontext präsentiert werden.

Hätte ich jemals ein William Gibson Buch gelesen wäre ich in der Lage einen Bogen zur Hypermedialisierung zu schlagen…

 

Literatur

Barthes, Roland: Der Tod des Autors. In: Jannidis, Fortis (Hg.): Texte zur Theorie der Autorenschaft. Stuttgart 2000, S. 185 – 193
Coy, Wolfgang: Analog/Digital. Schrift, Bilder & Zahlen als Basismedien. In: Warnke, Martin; Coy, Wolfgang; Tholeen, Georg Christoph: HyperKult II. Zur Ortsbestimmung digitaler Medien. Bielefeld 2005, S. 15 – 26
Hartmann, Frank: Medienphilosophie. Wien 2002
Jarvis, Jeff: Was würde Google tun. München 2009
Kamper, Dietmar: Mimesis und Simulation. Von den Körpern zu den Maschinen. In: Kunstforum International Nr. 114/1991, S. 86 – 94
Khazaeli, Cyrus Dominik: Systemisches Design. Intelligente Oberflächen für Information und Interaktion. Reinbek 2005
Kittler, Friedrich: Computeranalphabetismus. In: Matejovski, Dirk; Kittler, Friedrich (Hg.): Literatur im Informationszeitalter. Frankfurt a. M./New York 1996, S. 237 – 251
Laurel, Brenda: Computers as Theatre. Boston 1992
McLuhan, Herbert Marshall: Die magischen Kanäle. Düsseldorf, Wien 1968 (engl. Original-Ausgabe: McLuhan, Herbert Marshall: Understanding Media. London 1994.)
Nake, Frieder: Die Verdoppelung des Werkzeugs. In: Rolf, Arno (Hg.): Neue Techniken Alternativ. Möglichkeiten und Grenzen sozialverträglicher Informationstechnikgestaltung. Hamburg 1986, S. 43 – 52
Warnke, Martin: Theorien des Internet. Hamburg 2011 (Kurze Übersicht in meinem Blog)
Winkler, Hartmut: Medium Computer. Zehn populäre Thesen zum Thema und warum sie möglicherweise falsch sind. In: Engell, Lorenz; Neitzel, Britta (Hg.): Das Gesicht der Welt. Medien in der digitalen Kultur. München 2004, S. 203 – 213